Die Entwurmung bei Pferden gehört zu den wichtigsten Gesundheitsmaßnahmen in der Pferdehaltung. Doch während früher pauschal drei- bis viermal jährlich entwurmt wurde, hat sich das Verständnis heute gewandelt.
Heute wissen wir: Intelligentes Parasitenmanagement bedeutet mehr als routinemäßige Wurmkuren. Es erfordert fundiertes Wissen über Parasiten, gezielte Diagnostik und – besonders wichtig – die natürliche Unterstützung des Pferdedarms während und nach der Behandlung.
Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie Sie Pferde richtig entwurmen, Resistenzen vermeiden und gleichzeitig die Darmgesundheit Ihrer Tiere nachhaltig fördern.
Warum moderne Entwurmungsstrategien unverzichtbar sind
Parasiten wie Strongyliden, Spulwürmer oder Bandwürmer sind natürliche Begleiter in der Pferdehaltung. Ein gewisser Wurmbefall ist normal und wird von gesunden Pferden meist gut toleriert. Problematisch wird es jedoch bei massivem Befall oder wenn die falschen Entwurmungsstrategien angewendet werden.
Die Herausforderung: Jahrzehntelange, pauschale Entwurmung ohne Diagnostik hat zu einer dramatischen Resistenzentwicklung geführt. Kleine Strongyliden zeigen in vielen Regionen bereits über 50 Prozent Resistenz gegen Pyrantel. Bei Spulwürmern wurden erste Resistenzen gegen Ivermectin nachgewiesen – besonders alarmierend, da vor allem Fohlen betroffen sind. Wenn Parasiten gegen alle verfügbaren Wirkstoffgruppen resistent werden, sind Pferde nicht mehr behandelbar.
Gleichzeitig wissen wir heute: Wurmkuren belasten nicht nur die Parasiten, sondern auch die nützliche Darmflora. Der Darm beherbergt Millionen von Mikroorganismen, die für Verdauung, Nährstoffaufnahme und Immunabwehr essenziell sind. Nach jeder Entwurmung braucht die Darmflora zwei bis vier Wochen zur Regeneration – eine Phase, in der das Pferd besondere Unterstützung benötigt
Die wichtigsten Parasiten beim Pferd im Überblick
Um Pferde richtig entwurmen zu können, müssen Sie die wichtigsten Parasiten und ihre Auswirkungen kennen:
- Kleine Strongyliden (Cyathostominae): Die häufigsten und wirtschaftlich bedeutsamsten Parasiten. Etwa 50 verschiedene Arten leben im Blind- und Dickdarm. Besonders gefährlich: die larvale Cyathostominose, bei der massenhaft enzystierte Larven aus der Darmwand ausbrechen und schweren, lebensbedrohlichen Durchfall verursachen können.
- Große Strongyliden: Heute selten, aber extrem gefährlich. Die Larven wandern in die Arterien des Darms und können Blutgerinnsel, Darmnekrosen und tödliche Koliken auslösen.
- Spulwürmer (Parascaris spp.): Hauptproblem bei Fohlen und Jungpferden bis vier
Jahre. Erwachsene Würmer werden bis zu 50 cm lang und können im Extremfall Darmverschlüsse verursachen. Die Larvenwanderung über Lunge und Luftröhre führt zu Husten und Entwicklungsstörungen. - Bandwürmer: In Deutschland sind 15 bis 30 Prozent aller Betriebe betroffen. Bandwürmer sitzen am Übergang von Dünndarm zu Blinddarm und können Entzündungen, Darmverschlüsse und Koliken auslösen.
- Pfriemenschwänze: Weitgehend ungefährlich, aber sehr lästig. Das charakteristische Symptom ist intensives Schweifscheuern durch nächtliche Eiablage am After.
- Magendasseln: Larven der Dasselfliege, die acht bis zehn Monate im Magen verbleiben und Erosionen in der Magenschleimhaut verursachen.
Selektive vs. strategische Entwurmung: Was ist der richtige Weg?
Die Entwurmung bei Pferden hat sich von pauschalen Routinebehandlungen zu gezielten, diagnostikbasierten Strategien entwickelt:
Selektive Entwurmung (nur für erwachsene Pferde ab 5 Jahren): Diese Methode basiert auf der Erkenntnis, dass 80 Prozent der Würmer in nur 20 Prozent der Pferde leben. Durch regelmäßige Kotprobenuntersuchungen (McMaster-Verfahren) werden nur Pferde mit einer Eiausscheidung über 200 EpG (Eier pro Gramm Kot) behandelt. Pferde mit geringer Ausscheidung bleiben unbehandelt und bilden ein wichtiges „Refugium“ – ihre Würmer verdünnen die Resistenzgene in der Population.
Vorgehen:
- Jahr 1: Vier Kotprobenuntersuchungen zwischen April und November
- Ab Jahr 2: Drei Kotproben bei stabilem Bestand
- Unabhängig vom Ergebnis: Eine jährliche Sicherheitswurmkur (meist Ende des Jahres)
Strategische Entwurmung (altersabhängig): Basierend auf den ESCCAP-Richtlinien wird nach Alter differenziert.
- Fohlen: Drei- bis viermal jährlich entwurmen (Spulwurmgefahr!)
- Jährlinge bis 4 Jahre: Zwei- bis dreimal jährlich
- Adulte Pferde ab 5 Jahren: Mindestens zweimal jährlich (ein bis zwei Monate nach Weideaustrieb und bei Aufstallung)
Entscheidend: 14 Tage nach jeder Behandlung muss eine Wirksamkeitskontrolle mittels Kotprobe erfolgen. Nur so erkennen Sie rechtzeitig, ob Resistenzen vorliegen.
Natürliche Pflanzenkraft für den Pferdedarm: Oregano und Wermut
Die Natur bietet wirkungsvolle Helfer, um den Pferdedarm während der Entwurmung bei Pferden zu unterstützen.
Oregano-Öl (Origanum vulgare): Die ätherischen Öle des Oregano – insbesondere Carvacrol und Thymol – sind seit Jahrhunderten für ihre positiven Eigenschaften bekannt. Oregano-Öl wirkt:
- Antimikrobiell: Unterstützt ein gesundes Darmmilieu
- Verdauungsfördernd: Stabilisiert die Magen-Darm-Funktion
- Appetitanregend: Wichtig bei wurmbedingter Inappetenz
- Antioxidativ und entzündungshemmend
Ein Tropfen ätherisches Oregano-Öl enthält die 50- bis 200-fache Wirkstoffmenge im Vergleich zu getrockneten Kräutern – eine hochkonzentrierte, natürliche Unterstützung.
Wermut (Artemisia absinthium) – das traditionelle „Wurmkraut“: Wermut verdankt seinen volkstümlichen Namen seiner langen Geschichte in der Parasitenbekämpfung. Die enthaltenen Bitterstoffe (Absinthin mit einem Bitterwert von etwa 20.000) und ätherischen Öle wirken:
- Appetitanregend: Bitterstoffe regen Speichel- und Magensaftproduktion an
- Verdauungsfördernd: Stimulieren Gallen- und Pankreassaftsekretion
- Wurmfeindliches Darmmilieu: Bitterstoffe schaffen Bedingungen, die für die Parasiten ungünstig, für die Darmgesundheit aber förderlich sind
- Leberschützend: Unterstützt Stoffwechsel und Entgiftung nach Wurmkuren
Die Kombination aus Oregano-Öl und Wermut-Extrakt entfaltet synergistische Effekte: Oregano stabilisiert und fördert die Futteraufnahme, während Wermut das Darmmilieu optimiert und die natürlichen Abwehrkräfte stärkt.
EQUISOLVAN®VERMIPLUS: Natürliche Unterstützung bei der Entwurmung
Wenn Sie Pferde entwurmen, möchten Sie nicht nur die Parasiten bekämpfen, sondern auch sicherstellen, dass Ihr Pferd die Behandlung gut verträgt und sich schnell erholt. Hier setzt EQUISOLVAN® VERMIPLUS an.
Was ist EQUISOLVAN® VERMIPLUS?
EQUISOLVAN® VERMIPLUS ist ein hochwertiges Ergänzungsfuttermittel auf Basis natürlicher ätherischer Öle, speziell entwickelt zur Unterstützung der Magen-Darm-Funktion bei der Entwurmung bei Pferden.
Die vier Kernnutzen von EQUISOLVAN® VERMIPLUS:
- Stabilisierung der Magen-Darm-Funktion: VERMI PLUS unterstützt die Darmflora vor, während und nach der Wurmkur. Es hilft, Verdauung und Nährstoffaufnahme auch unter Belastung aufrechtzuerhalten.
- Appetitförderung: Befallene oder frisch entwurmte Pferde zeigen häufig verminderte Fresslust. Das enthaltene Oregano-Öl wirkt natürlich appetitanregend und fördert die Futteraufnahme – Grundlage für eine schnelle Regeneration.
- Natürliches, wurmfeindliches Darmmilieu: Die Kombination aus Wermut-
Bitterstoffen, Gewürznelken- und Zitronengras-Öl schafft ein Darmmilieu, das die Darmgesundheit fördert und gleichzeitig für Parasiten ungünstige Bedingungen schafft. - Begleitung durch Stress-Phasen: Jede Entwurmung bedeutet Stress für den
Organismus. VERMIPLUS mindert diesen Organstress auf natürliche Weise. Pferdehalter berichten, dass ihre Tiere vitaler wirken und sich schneller erholen.
Anwendung und Dosierung:
EQUISOLVAN® VERMIPLUS wird über einen praktischen Dosierer direkt ins Maul verabreicht oder übers Futter gegeben. Die Dosierung richtet sich nach der Größe des Pferdes:
- Ponys/Kleinpferde: 6 ml täglich
- Großpferde bis 600 kg: 2 x 5 ml täglich
- Großpferde über 600 kg: 2 x 6 ml täglich
Wann füttern?
- Präventiv/Kurweise: Mindestens 7 Tage, mehrmals jährlich zur Erhaltung einer gesunden Magen-Darm-Funktion
- Vor der Wurmkur: Einige Tage vorher beginnen, um den Darm optimal vorzubereiten
- Während der Wurmkur: Kontinuierlich weitergeben
- Nach der Wurmkur: Mindestens 2 Tage, besser 2 Wochen fortsetzen, um die Darmflora wieder aufzubauen
Vorteile für die Praxis:
- Äußerst schmackhaft – wird von Pferden gerne aufgenommen
- Einfache Handhabung mit praktischem Dosierer
- Keine Wartezeit – rein natürliche Inhaltsstoffe ohne Arzneistoffe
- Für alle Altersgruppen geeignet (Fohlen bis Senioren)
- Karenzzeit gemäß FN-ADMR: 48 Stunden
EQUISOLVAN® VERMIPLUS ist kein Ersatz für eine Wurmkur, sondern die ideale natürliche Ergänzung im modernen Parasitenmanagement. Es unterstützt Ihr Pferd dort, wo konventionelle Entwurmungsmittel Belastungen verursachen.
Ganzheitliches Parasitenmanagement: Die praktische Umsetzung
Wenn Sie Pferde richtig entwurmen möchten, gehört mehr dazu als die Wurmkur selbst. Ein ganzheitlicher Ansatz umfasst:
- Kotprobenuntersuchung als Basis: Lassen Sie vor jeder Entwurmung eine Kotprobe untersuchen. So entwurmen Sie nur bei Bedarf und mit dem richtigen Wirkstoff.
- Gezielte Behandlung: Wählen Sie den Wirkstoff basierend auf der nachgewiesenen Wurmart und berücksichtigen Sie bekannte Resistenzen in Ihrer Region.
- Wirksamkeitskontrolle: 14 Tage nach der Behandlung: Erneute Kotprobe zur Erfolgskontrolle. Nur so erkennen Sie Resistenzen rechtzeitig.
- Natürliche Unterstützung: Geben Sie EQUISOLVAN® VERMIPLUS vor, während und nach der Wurmkur, um die Darmgesundheit zu stabilisieren.
- Weidehygiene: Sammeln Sie mindestens zweimal wöchentlich Kot von der Weide auf. Vermeiden Sie Überbeweidung und praktizieren Sie regelmäßigen Weidewechsel.
- Quarantäne bei neuen Pferden: Integrieren Sie neue Herdenmitglieder erst nach negativer Kotprobe.
Häufig gestellte Fragen zur Entwurmung bei Pferden Ersetzt
EQUISOLVAN® VERMIPLUS eine Wurmkur?
Nein. VERMI PLUS ist ein Ergänzungsfuttermittel und unterstützt die Magen-Darm-Funktion während des Entwurmungsprozesses. Es ersetzt keine veterinärmedizinische Wurmkur.
Wie oft sollte ich mein Pferd entwurmen?
Das hängt vom Alter ab. Erwachsene Pferde ab 5 Jahren werden idealerweise nach dem selektiven Prinzip entwurmt – basierend auf Kotproben. Mindestens zweimal jährlich ist Standard. Fohlen und Jungpferde benötigen häufigere Behandlungen.
Woran erkenne ich Resistenzen?
Durch die Wirksamkeitskontrolle 14 Tage nach der Behandlung. Ist die Eiausscheidung nicht deutlich reduziert (mindestens 90 Prozent), liegt wahrscheinlich eine Resistenz vor.
Kann ich VERMIPLUS dauerhaft füttern?
VERMIPLUS ist zur kurweisen Anwendung konzipiert. Mehrmals jährlich für jeweils mindestens 7 Tage sowie gezielt rund um Entwurmungstermine.
Investition in langfristige Pferdegesundheit
Die Entwurmung bei Pferden ist weit mehr als eine Routinemaßnahme. Sie ist Teil eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements, das fundiertes Wissen, gezielte Diagnostik und natürliche Unterstützung vereint.
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