Im April beginnt für viele Pferde die Weidesaison – und damit eine der schönsten Zeiten im Jahr. Frisches Gras, längere Tage und mehr Bewegung bringen neuen Schwung in den Stallalltag. Für den Organismus deines Pferdes bedeutet der Start in die Weidesaison jedoch vor allem eines: eine intensive Umstellung. Der Wechsel von Heu auf frisches Gras stellt den Magen-Darm-Trakt deines Pferdes vor neue Herausforderungen. Genau deshalb ist ein gut geplanter und langsamer Start in die Weidesaison entscheidend.
Warum ist Anweiden beim Pferd so wichtig?
Frisches Gras unterscheidet sich deutlich von Heu: Es enthält mehr leicht fermentierbare Zucker, mehr Wasser und Eiweiß, aber weniger strukturreiche Rohfaser. Diese veränderte Zusammensetzung hat direkte Auswirkungen auf die Verdauung deines Pferdes. Die Darmflora muss sich erst anpassen – und das braucht Zeit. Wird das Pferd zu schnell angeweidet, kann das zu Problemen wie:
- Koliken
- Durchfall
- Kotwasser führen.
Ein langsames Anweiden sorgt dafür, dass sich der Verdauungstrakt schrittweise umstellen kann und Risiken deutlich reduziert werden.
Anweiden Pferd: Die wichtigsten Grundregeln
Bevor du mit dem eigentlichen Anweide-Plan startest, helfen dir diese Grundregeln, typische Fehler zu vermeiden:
- Das Pferd nicht hungrig auf die Weide lassen – eine kleine Heuration vorab sorgt für ruhigeres Fressen und unterstützt den Magen
- Möglichst täglich anweiden – so kann sich die Darmflora kontinuierlich anpassen
- Mit kurzen Weidezeiten starten und diese langsam steigern – ein schonendes Anweiden entlastet den Verdauungstrakt
- Zu Beginn eher auf Flächen mit kurzem Gras anweiden – üppige, energiereiche Weiden zunächst meiden
- Fruktanreiche Zeiten vermeiden (z. B. nach kalten Nächten mit viel Sonne), um Stoffwechselprobleme zu reduzieren
- Für leichte Bewegung sorgen (z. B. führen oder lockeres Arbeiten), um die Verdauung zu unterstützen
Diese Grundlagen bilden die Basis für ein sicheres und gesundes Anweiden deines Pferdes.
Anweide-Plan Pferd: Schritt für Schritt in 4 Wochen
Ein strukturierter Anweide-Plan für Pferde hilft dir, die Weidezeiten sinnvoll zu steigern und den Übergang auf frisches Gras optimal zu gestalten.
Woche 1: Gewöhnung starten In den ersten Tagen wird der Verdauungstrakt langsam an das frische Gras herangeführt.
- Tag 1–3: 10–15 Minuten Weidegang
- Tag 4–7: 20–30 Minuten täglich
Ziel: Den Körper vorsichtig an die neue Fütterung gewöhnen, ohne ihn zu überfordern.
Woche 2: Weidezeit langsam steigern Jetzt kann die Weidezeit beim Pferd vorsichtig erhöht werden.
- Täglich 30–60 Minuten Weidegang
- Steigerung: maximal 10–15 Minuten pro Tag Ziel: Die Darmflora beginnt, sich aktiv an das frische Gras anzupassen.
Woche 3: Stabilisierung der Verdauung Der Stoffwechsel deines Pferdes stellt sich zunehmend auf die Weidehaltung ein.
- 1–2 Stunden Weidegang täglich
- Optional: Auf zwei Einheiten pro Tag aufteilen
Ziel: Weitere Stabilisierung des Verdauungssystems – das Risiko sinkt, bleibt aber bestehen.
Woche 4: Übergang zur normalen Weidezeit Jetzt erfolgt der Übergang zur regulären Weidenutzung.
- Mindestens 2–4 Stunden Weidegang
- Individuell anpassen (Alter, Stoffwechsel, Nutzung)
- Schrittweise steigern bis zur gewünschten Weidezeit
Ziel: Vorbereitung auf die vollständige Weidesaison.
Unterstützung von innen: Verdauung & Darmgesundheit im Blick behalten
Gerade in der sensiblen Phase des Anweidens kann es sinnvoll sein, den Magen-DarmTrakt zusätzlich zu unterstützen. EQUISOLVAN® DIGEST kombiniert ätherische Öle und ausgewählte Pflanzenextrakte und kann helfen, das Gleichgewicht der Darmflora zu stabilisieren. Auch eine kurweise Fütterung kann während der sensiblen Anweide-Phase sinnvoll sein, vor allem bei Pferden, die zu Aufgasen oder Kotwasser neigen.
Ebenso lohnt sich ein Blick auf das Thema Parasitenmanagement: Vor dem Start in die Weidesaison kann es sinnvoll sein, den aktuellen Wurmstatus zu überprüfen und gegebenenfalls zu handeln. EQUISOLVAN® VERMI PLUS kann hier unterstützend eingesetzt werden, um das Gleichgewicht im Verdauungstrakt zu stabilisieren und ein parasitenunfreundliches Milieu zu fördern.
So schaffst du nicht nur von außen durch einen guten Anweideplan die besten Voraussetzungen – sondern unterstützt dein Pferd auch von innen optimal beim Start in die Weidesaison
Fazit: Anweiden beim Pferd richtig planen
Ein gutes Anweidemanagement ist der Schlüssel für einen gesunden Start in die Weidesaison. Mit einem durchdachten Anweide-Plan, langsamer Steigerung der Weidezeiten und aufmerksamer Beobachtung deines Pferdes lassen sich viele Verdauungsprobleme vermeiden. So wird das Anweiden für dein Pferd nicht nur sicher – sondern auch entspannt